Schlaf
Schlafprobleme bei Kindern: Begleitung für Familien in Friedrichsdorf und Bad Homburg
Es ist 21 Uhr. Zum dritten Mal steht dein Kind in der Tür. Es hat Durst, es hat Angst, es kann nicht schlafen. Um 2 Uhr kriecht es zu dir ins Bett. Morgens sind alle müde und gereizt.
Wenn dein Kind nicht einschlafen kann oder nachts immer wieder wach wird, zehrt das an der ganzen Familie. In meiner Praxis in Friedrichsdorf begleite ich Kinder und ihre Eltern, wenn die Nächte zum Kampf werden.

Typische Schlafprobleme bei Kindern
Nicht einschlafen können
Dein Kind liegt lange wach, ruft immer wieder nach dir oder steht ständig auf.
Nicht allein schlafen wollen
Dein Kind schläft nur ein, wenn du daneben liegst, oder kommt jede Nacht zu dir ins Bett.
Nachts oft wach
Albträume, nächtliches Aufschrecken oder einfach wach liegen und nicht mehr zur Ruhe kommen.
Grübeln im Bett
Vor allem ältere Kinder wälzen abends Gedanken: an die Schule, an Streit, an das, was morgen kommt.

Was hinter schlechtem Schlaf stecken kann
Schlaf braucht Sicherheit und Entspannung. Wenn eins davon fehlt, bleibt der Körper wach. Häufig spielen mit hinein:
- Angst: vor der Dunkelheit, vor dem Alleinsein, vor Monstern oder vor dem, was passieren könnte. Mehr dazu auf meiner Seite Ängste.
- Ein voller Kopf: Stress in der Schule, Streit mit Freunden, Sorgen, die tagsüber keinen Platz hatten.
- Ein unruhiger Körper: Manche Kinder kommen körperlich schwer zur Ruhe. Manchmal spielen dabei auch frühkindliche Reflexe eine Rolle.
- Veränderungen: ein Umzug, ein Geschwisterkind, eine Trennung der Eltern.
- Der Abend selbst: spätes Toben, Bildschirme, ein Tag ohne echte Pause.
Übrigens: Zu wenig Schlaf zeigt sich tagsüber oft ganz anders als erwartet. Viele Kinder werden nicht müde, sondern unruhig, gereizt oder unkonzentriert (mehr dazu in den Artikeln Kind kann sich nicht konzentrieren und Wutanfälle beim Kind).
Das kannst du heute Abend ausprobieren
Ein festes Ritual: jeden Abend dieselben Schritte in derselben Reihenfolge. Das gibt Sicherheit.
Eine Sorgen-Minute: Vor dem Schlafengehen darf alles raus, was dein Kind beschäftigt. Danach kommen die Sorgen symbolisch in eine Schachtel oder aufs Nachtkästchen.
Bildschirme früh aus: etwa eine Stunde vor dem Schlafen, damit der Kopf zur Ruhe kommen kann.
Ruhig bleiben, auch nachts: wenig Worte, wenig Licht, viel Ruhe. Je gelassener du bist, desto leichter findet dein Kind zurück in den Schlaf.

Wann du genauer hinschauen solltest
Schlafprobleme kommen und gehen, gerade in unruhigen Zeiten. Unterstützung kann sinnvoll sein, wenn …
- die Probleme über Wochen anhalten und die ganze Familie erschöpft ist,
- dein Kind tagsüber stark darunter leidet, zum Beispiel in der Schule,
- Angst der Hauptgrund ist, warum dein Kind nicht schlafen kann.
Wenn dein Kind laut schnarcht, nachts Atempausen hat, sehr oft aufschreckt oder tagsüber auffällig müde ist, lass das bitte zuerst bei eurer Kinderärztin oder eurem Kinderarzt abklären. Meine Begleitung ersetzt keine ärztliche Diagnostik.

So arbeite ich mit euch
Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam: Wie sehen eure Abende und Nächte aus? Seit wann ist das so? Und was steckt vermutlich dahinter?
Dabei schaue ich systemisch. Das heißt: Ich sehe nicht nur dein Kind, sondern die ganze Familie. Wie sehen eure Abende aus? Wer bringt dein Kind ins Bett? Was ist gerade sonst noch los bei euch? Oft liegt ein wichtiger Teil der Lösung darin, wie ihr als Eltern euer Kind unterstützen könnt.
Je nachdem, was dein Kind braucht, arbeite ich zum Beispiel mit:
mindTV mit der Schlaftreppe
Dein Kind findet eigene Bilder für Sicherheit und Ruhe. Die Schlaftreppe ist ein eigener Baustein von mindTV® speziell für Schlafprobleme (mehr dazu).
KinFlex®-ganzheitliche Reflextherapie
Wenn der Körper schwer zur Ruhe kommt und immer in Alarmbereitschaft scheint.
V.E.N.U.S.-Zentrierungstherapie
Wenn hinter dem Schlafproblem ein früheres Thema liegt, bei deinem Kind oder bei dir.
Elternbegleitung
Wie ihr euer Kind im Alltag unterstützen könnt: vom Abendritual bis zur Frage, wie du nachts gelassen bleibst.

Die Schlaftreppe: ein mindTV®-Baustein für bessere Nächte
Die Schlaftreppe ist ein Zusatzmodul, ein sogenanntes Add-on, der mindTV®-Methode. Es wurde speziell für Kinder entwickelt, die schlecht ein- oder durchschlafen. So läuft es ab:
Vorgespräch mit euch Eltern
Wir klären gemeinsam, was euer Ziel ist und wer wofür zuständig ist.
Sitzungen mit deinem Kind
Dein Kind schaut sich an, was seinen Schlaf stört, zum Beispiel eine Angst oder Sätze wie „Ich kann eh nicht schlafen“. Und es findet neue, stärkende Bilder und Sätze.
Ein Abendritual
Gemeinsam entsteht ein festes Ritual für den Abend. Das gibt deinem Kind Sicherheit und Orientierung.
Eine Audio zum Einschlafen
Zu Hause hört dein Kind vor dem Einschlafen eine Audio, so lange, bis es sie nicht mehr braucht.
Wichtig für euch Eltern
Wo und bei wem dein Kind schläft, entscheidet ihr. Meine Aufgabe ist es, deinem Kind zu helfen, das loszulassen, was seinen Schlaf behindert. Die Regeln zu Hause legt ihr fest. So bin ich für dein Kind keine Bedrohung, sondern eine Verbündete.
Neue Gewohnheiten brauchen Zeit. Auch wenn sich nach einer Sitzung schon etwas verändert: In den ersten Wochen ist die neue Gewohnheit noch zart. Ermutigung hilft jetzt mehr als Druck.
Katja und die Schlaftreppe
Katja, 10 Jahre, konnte nur einschlafen, wenn ihre Mama neben ihr lag. Nachts kroch sie zu ihr ins Bett, wurde zurückgetragen und kam wieder. Alle waren müde, und Katja konnte sich in der Schule kaum konzentrieren.
In unseren mindTV-Sitzungen zeigte sich: Hinter dem Schlafproblem lag eine Angst. Katja schaute sie sich in ihrer Vorstellung an und fand eigene Bilder für Mut und Geborgenheit. Zu Hause hörte sie vor dem Einschlafen die Audio der Schlaftreppe. Und eines Abends schlief sie zum ersten Mal in ihrem eigenen Bett ein. (Name geändert)
Lass uns gemeinsam hinschauen
Eure Nächte sind seit Langem anstrengend? Melde dich gern. Wir klären in Ruhe, ob und wie ich euch unterstützen kann.
Erstgespräch
Schreib mir über das Kontaktformular. Ich melde mich zeitnah bei dir.
Passend dazu: Ängste · Wut · Schule · Elternwissen
